SV Buch am Buchrain

Vereinschronik des SV Buch am Buchrain

 

Gründung

Am 09.06.1978 trafen sich beim Wirt in Buch, unter Federführung vom "Heiner Bartl", 24 sportbegeisterte Jugendliche um einen Fußballclub - den SV Buch - zu gründen.

Dabei kam folgende Vorstandschaft zustande:

1. Vorstand: Bartholomäus Heiner

2. Vorstand: Helmut Renauer

1. Kassier: Andreas Viechter

1. Schriftführer: Manfred Huber

1. Sportleiter: Anton Schrimpf

Der erste jährliche Mitgliederbeitrag wurde auf 30,00 DM festgelegt.

 

Somit gab es ab dem 09.06.1978 einen weiteren Verein in der Gemeinde Buch. Mit der Idee in Buch einen Fußballverein zu gründen, konnten sich anfänglich nur wenige Bucher Bürger anfreunden. Ein geeignetes Grundstück für einen Fußballplatz zu finden, was natürlich in erster Linie das wichtigste war, sah man allerseits als sehr schwierig an. Es sollte sich lange Zeit auch bewahrheiten. Obwohl ein Spielplatz in weiter Ferne war, meldete man im März 1979 eine 1. Mannschaft zur Punktrunde in der C-Klasse an. Die Vorstandschaft hatte sich darauf verlassen, dass man den Schulsportplatz in der Gemeinde Pastetten benutzen durfte. Großzügigerweise wurde die Erlaubnis durch die Gemeinde Pastetten auch erteilt. Eine Wiese, vom Waldcafe Hufschmid zur Verfügung gestellt, diente als Trainingsplatz.

 

Gründungsmitglieder des Sportverein Buch am Buchrain von 1978 e.V.:

Johann Stangl, Josef Viechter, Bartholomäus Heiner, Anton Schrimpf, Gallus Dondl, Martin Brummer, Josef Winkelmüller, Friedrich Rappold, Franz Haberl, Rudolf Brenninger, Andreas Viechter, Helmut Renauer, Manfred Huber, Reinhard Hufschmid, Christoph Dondl, Franz Ostermeier, Josef Hufschmid, Johann Bauer, Josef Grasser, Paul Groß, Ernst Hailer, Franz Stangl, Anton Feichtlbauer, Fritz Kellner

 

Zur Saison 1980/81 wurden eine Reserve sowie eine A-Jugend und eine C-Jugend zum Punktspielbetrieb angemeldet.

Ein Jahr später kamen eine B- und eine D-Jugend hinzu.

Trainer waren anfangs Martin Lohner, Christoph Dondl, Josef Gritscher, Josef Hufschmid und Helmut Hehenberger (auch langjähriger Jugendleiter).

 

Eine schwierige Amtsperiode für die neu gewählte Vorstandschaft (1982 bzw. 1984): Ein Grundstück an der Pemmeringer Straße in Buch wird es sein, wo der Fußballplatz entsteht. Die Freude war riesig als die Planierraupen anrollten. Die Arbeiten wurden jedoch wegen massiven Einsprüchen der Anlieger schon bald wieder eingestellt.

Es war Georg Bondl, der Rat wusste. Er bot der Gemeinde ein Grundstück im Tausch mit einem Grundstück der Wirtsfamilie Loibl an. Die Zustimmung der Gemeinde und die daraus resultierende Finanzierung hatte man sofort bekommen. So konnte das Projekt beginnen.

 

Mit großem Eifer wurde am Sportheim gebaut. Mit Unterstützung vieler freiwilliger Helfer war es im Juni 1985 endlich soweit – der Tag der Platzeinweihung war gekommen.

Verbunden mit einem Pokaltunier, das der SV Buch sensationell gegen weit höherklassige Mannschaften gewann, wurden die Festlichkeiten begangen. Eine gute Idee hatten die Gemeinderäte und der fußballbegeisterte Bürgermeister Anton Lohner. Sepp Maier, Ex-National- und Bayerntorwart, konnte gewonnen werden um das Eröffnungsspiel der Gemeinderäte gegen die AH des SVB als Schiedsrichter zu leiten. Die Feierlichkeiten waren bislang der sportliche und gesellige Höhepunkt im Vereinsleben des SV Buch.

 

Als Helmut Renauer aus beruflichen Gründen das Amt des 1.Vorstandes nicht mehr ausüben konnte, wurde 1986 eine neue Führungsriege gewählt:

Helmut Hehenberger, Bartholomäus Heiner, Georg Eglseder, Andreas Viechter, Joachim Hornstein, Volker Perner, Reinhard Hufschmid, Josef Rosenhuber (1.Vorstand), Martin Obermaier, Peter Huber, Anton Hietl, Josef Buchinger, Franz Ostermeier, Georg Greckl

 

Der erste Aufstieg

Das Jahr 1988 war für den Sportverein Buch ein Jahr voller Ereignisse. Das zehnjährige Jubiläum des Vereins wurde vom 16. bis 19. Juni gefeiert. Wie bei der Platzeinweihung stellte man ein Festzelt auf dem Parkplatz auf. Aus dem Pokaltunier mit 6 Nachbarvereinen ging der SV Buch als Sieger hervor. Großes Interesse zeigten auch viele Besucher am „Spiel ohne Grenzen“, zu dem alle örtlichen Vereine geladen waren. Auch ein tolles Damenfußballspiel hat stattgefunden.

In der Saison 1988/89 wurde der SV Buch der Spielgruppe Ebersberg zugeteilt. Obwohl sportliches Neuland, sollte es das bisher erfolgreichste Jahr für den SVB werden. In einem hart umkämpften Entscheidungsspiel in Anzing ging der SV Buch mit einem 1:0-Sieg über Grafing als Sieger hervor und stieg erstmalig in die B-Klasse auf.

Auch die 2.Mannschaft wurde Meister.

 

C-Klassenmeisterteam 1989:

Helmut Winkler, Paul Groß, Harald Simon, Spielertrainer Hermann Maurer, Albert Rahammer, Hans Brunner, Otto Simon, Josef Buchinger, Alex Grebner, Peter Hösl, Alfred Neumeier, Wolfgang Brenninger, Josef Grasser

2.Mannschaft: Meister 1989

Trainer Hermann Maurer, Johann Brunner, Josef Haberl, Harald Zipper, Martin Lohner, Rudolf Kellner, Zeno Huber, Herbert Steidler, Johann Stangl, Anton Hietl (Abteilungsleiter), H. Hösl, Ferdinand Geisberger, Franz Stangl, Günter Herbst, Josef Hufschmid, Alexander Frohnhofen

 

Erfolgreiche Jahre

1990 gab es wieder einen Wechsel in der Vorstandschaft. Josef Rosenberger wurde von Andreas Viechter, der bis dahin 1.Kassier war, abgelöst. Das Amt des 1.Vorsitzenden übt er bis heute aus.

Als Aufsteiger belegte die Mannschaft in diesem Jahr einen guten 4.Tabellenplatz. Im zweiten Jahr in der B-Klasse konnte sich die Mannschaft, nachdem sie mit etlichen Durchhängern begonnen hatte, fangen und legte eine Aufholjagd zur Tabellenspitze hin. Eine Serie von 27:3 Punkten reichte noch zum 2.Tabellenplatz. Dieser berechtigte zur Teilnahme an den Relegationsspielen. Unvergessen bleibt dabei das dramatische Spiel gegen den TSV Isen. Ein Elfmeterkrimi brachte den Sieg für den SV Buch. Das alles entscheidende zweite Aufstiegsspiel gegen Allershausen wurde dann leider mit 1:4 verloren.

Ein weiteres großes Bauvorhaben in der Vereinshistorie war die Erstellung eines zweiten Sportplatzes, der überwiegend als Trainingsplatz und damit zur Entlastung des Hauptplatzes dienen sollte. Der durch Gemeinde, Landkreis und BLSV bezuschusste Platz wurde mit einer Flutlichtanlage ausgestattet. Der Platzbau (Gesamtkosten ca. 205.000,- DM) konnte nur durch großen Einsatz von vielen freiwilligen Helfern verwirklicht werden. Die gesamte Planung und Finanzierung wurde vom damaligen 1.Vorstand Josef Rosenberger begonnen und durch die neue Vorstandschaft verwirklicht.

Ein weiterer sportlicher Höhepunkt war 1992 die Meisterschaft in der B-Klasse und der damit verbundene Aufstieg in die A-Klasse unter Trainer Günter Neef jun.

Leider tat sich die Mannschaft in der spielstarken Münchner Gruppe sehr schwer. Zwar konnte sich das Team nach anfangs deftigen Niederlagen und einem daraus resultierenden Trainerwechsel stabilisieren und einige beachtliche Erfolge erzielen, aber durch verletzungsbedingte Ausfälle und das fehlende Quäntchen Glück konnte der Abstieg nicht verhindert werden.

1993 wurde das 15-jährige Gründungsfest mit der Einweihung des Trainingsplatzes gefeiert. Das Fest vom 18. bis 21.Juni wurde dank tatkräftiger Mithilfe vieler Vereinsmitglieder und Bucher Bürger ein voller Erfolg.

Rechtzeitig zum schlechten Herbstwetter wurde am Bucher Sportheim unter der Regie von Gerd Neumann ein Tribünendach gebaut. Durch das von Gönnern gestiftete Baumaterial konnte der Bau kostengünstig errichtet werden.

Das Spieljahr 1993/94 begann mit dem neuen Trainer Karl Huber aus Isen. Er formte sogleich eine schlagkräftige Truppe aus jungen, ehrgeizigen Spielern. Die Mannschaft belegte punktgleich mit Himolla Taufkirchen den 2.Tabellenplatz. Das Entscheidungsspiel wurde im Semptstadion in Altenerding 0:1 verloren. Es war jedoch niemand groß traurig, dass es mit dem Wiederaufstieg nicht geklappt hatte.

Ein Umbruch in der Mannschaft zu Beginn der Saison 1994/95 veranlasste Spielertrainer Karl Huber zum vorzeitigen Ausstieg. Zum wiederholten Male sprang Hermann Maurer als Trainer ein und führte die Mannschaft zu einem gesicherten Mittelplatz.

 

Die Leininger-Ära

Im Sommer 1995 übernahm Hans Leininger das Traineramt für drei Jahre. Obwohl einige Leistungsträger den Verein verließen, konnte der SV Buch unter Leininger stets im vorderen Tabellendrittel mitspielen. Im zweiten Jahr war man sogar Herbstmeister. Zum ganz großen Wurf, sprich Aufstieg, hat es aber leider nie gereicht.

 

Die Jahrhundertwende

Die nächsten fünf Jahre waren von ständigen Trainer- und Spielerwechseln geprägt. Bis zum Jahr 2003 gab es seit Leininger niemanden mehr, der das Traineramt länger als ein Jahr ausübte.

Doch zuerst gab es 1998 noch das 20-jährige Vereinsjubiläum. Es wurde wieder ein großes Festzelt aufgestellt und das Fest wurde wie schon die vorherigen Jubiläen ein großer Erfolg.

In diesem Sommer übernahm Günter Neef jun. zum zweiten Mal das Traineramt in Buch. Dies allerdings nicht sonderlich erfolgreich. Am Ende der Saison stand sogar fast noch der Abstieg zur Debatte. Dieser konnte jedoch gerade noch verhindert werden.

Im Sommer 1999 gelang es den Verantwortlichen dann, den langjährigen Goalgetter der Ersten und Bucher Urgestein Otto Simon jun. für den Trainerposten zu gewinnen. Nicht zuletzt deshalb hatte der SV einen Zulauf an neuen Spielern, wie es in den vergangenen Jahren nicht der Fall war. So konnte man eine schlagkräftige Truppe in die Saison schicken, die den Aufstieg anpeilen wollte. Dementsprechend begann auch die Saison. Nach deutlichen Siegen in der Anfangsphase war man schnell in der Spitzengruppe dabei. Im Laufe der Saison stellte sich jedoch heraus, dass es innerhalb der Mannschaft nicht stimmte. Am Ende stand ein vorderer Mittelfeldplatz.

Otto Simon beendete die Zusammenarbeit mit dem Verein nach nur einem Jahr und als neuer Trainer wurde Herbert Huber verpflichtet. Nach dem Weggang von insgesamt 9 Leistungsträgern der 1.Mannschaft konnte Herbert Huber als Trainer trotz großem Engagement und fachlichem Wissen nicht verhindern, dass der SV Buch nach vielen Jahren wieder den bitteren Weg in die heutige A-Klasse antreten musste.

 

Ein Auf und Ab

Im Sommer 2001 übernahm Michael Beilschmidt das Amt als Spielertrainer. Doch auch eine Klasse tiefer tat sich die Mannschaft schwer und am Ende musste man sogar erneut um den Klassenerhalt zittern.

Herbert Huber kam als Trainer zurück. Mit insgesamt 5 Neuzugängen, darunter 2 Torhüter, wurde auch ein großes sportliches Problem der Buchner gelöst.

Sogleich ging es aufwärts. Die Bucher Fans konnten endlich wieder erfolgreichen Fußball sehen. Im Laufe der Saison 2002/2003 kristallisierte sich der SVB als einer der Aufstiegskandidaten heraus. Im März 2003 wurde der Grundstein für eine erfolgreiche Rückrunde im türkischen Trainingslager gelegt. 45 Fußballer und Fans schwärmen noch heute von dieser Woche.

Bis zum letzten Spieltag blieb der SV Buch in der Spitzengruppe, doch wurde das letzte entscheidende Spiel in Kirchseeon verloren.

Die sportlichen Erfolge ab dem Jahre 2004 ließen dann sehr viel zu wünschen übrig. Nach erneuten Aderlass durch den Weggang von wichtigen Leistungsträgern trennte sich der SV Buch auch von seinem Trainer Herbert Huber und das Training wurde kommissarisch von Günter Altmann und Michael Bründl übernommen.

Für die Saison 2004/2005 konnte als neuer Trainer für die beiden Herrenmannschaften ein guter alter Bekannter und ehemaliger Spieler, Peter Hösl, verpflichtet werden. Die sportliche Talfahrt konnte auch er nicht verhindern und die Saison wurde mit dem Abstieg in die B-Klasse beendet.

Nachdem der SV Buch jahrelang erfolgreiche Jugendarbeit geleistet hatte, versuchte Trainer Peter Hösl nun in der Saison 2005/2006 mit vielen Jugendspielern den Wiederaufstieg zu erreichen, was trotz deutlicher sportlicher Leistungssteigerung nicht ganz erreicht wurde.

 

Ein großer Kraftakt – Der Erweiterungsbau am Sportplatz

2003 wurde durch die Vorstandschaft mit der Planung eines Erweiterungsbaues am Sportplatz begonnen. Die bisherigen Funktionsräume wurden für die zahlreichen Aktiven viel zu klein. Unter Mithilfe von Architekt Josef Ostermaier jun. wurde Mitte 2004 ein Plan eingereicht und im September 2004 durch die maßgeblichen Behörden auch genehmigt.

Nach eingehender Aufstellung des Finanzierungsplanes und gründlicher Prüfung, ob auch der Schützenverein sich dem Bauvorhaben anschließen kann, wurde am 31.08.2005 letztendlich alleine nach offiziellem Spatenstich mit dem Bau begonnen. Denn nach mehreren Diskussionsabenden kam man zu dem Ergebnis, dass schon aufgrund von Platzmangel der Flächengegebenheiten eine Zusammenführung nicht durchführbar war.

Nach sehr intensiver Bauphase mit unzähligen geleisteten freiwilligen Arbeitsstunden wurde der Ausbau bis Mitte 2006 und die Außenarbeiten bis Mitte 2007 fast vollständig fertiggestellt.

Die Unterstützung, welche die Verantwortlichen des SV Buch dabei von ihren Mitgliedern und insbesondere auch von jungen Vereinsaktiven erfahren haben, sei besonders erwähnt. Dankenswert ist auch die enorme Unterstützung durch die Gemeinde Buch, ansässigen Firmen und privaten Spendern.

Ab 2007 konnten die neuen Duschräume und der neu erstellte Aufenthaltsraum genutzt werden.

Nachdem auch das Obergeschoss komplett restauriert und umgebaut und der neu erstellte Teil als Fitnessraum ausgestattet wurde, fand im Juli 2009 eine große Einweihungsfeier mit einem Pokaltunier der Nachbarvereine Isen, Forstern und Albaching statt.

Das neue Sportheim wird sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen sehr gut angenommen. Bei sportlichen und auch bei geselligen Veranstaltungen in der Gemeinde ist das Sportheim ein beliebter Treffpunkt.

 

Der Aufwärtstrend beginnt

Für die Saison 2006/2007 ist Rainer Lerach als Spielertrainer verpflichtet worden und mit den zahlreichen jungen Nachwuchskräften war der SVB auf dem besten Weg wieder aufzusteigen. Dies Ziel wurde auch in bemerkenswerter Art und Weise realisiert und die Mannschaft stieg als überlegener Meister in die A-Klasse auf.

Man konnte sich schnell in der neuen Spielklasse zurechtfinden und trotz schwankender Leistungen erreichte man zum Schluss einen Mittelfeldplatz. Doch auch nach 2 Jahren war für den sehr beliebten und erfolgreichen Trainer Lerach Schluss und zum 2.Mal wurde der heimische und im Landkreis bekannte Trainer Otto Simon zur Saison 2008/2009 verpflichtet.

Durch dessen Verpflichtung und Zugänge einiger starker Leistungsträger etablierte man sich sofort in der Spitzengruppe und schloss mit einem 4.Tabellenplatz ab.

In der Saison 2009/2010 wurde als Zielsetzung der Aufstieg ausgegeben. Mit einer kompakten Leistung aller Mannschaftsteile setzte man dies auch um, wurde souverän mit nur einer Niederlage Meister und stieg in die Kreisklasse auf. Dies war auch ein Erfolg von jugendlichen Eigengewächsen.

Nach einer durchwachsenen Vorrunde mit sehr vielen Unentschieden und einer durch Verletzungen bedingten schwachen Rückrunde musste man bis zum letzten Punktspiel um den Klassenerhalt bangen, was aber letztendlich durch 2 erfolgreiche Spiele im Endspurt verhindert werden konnte.